Was tun wenn es tropft....

Hilfe, meine Hündin ist Inkontinent – Alternative zu Ephedrin und Co.

Neuraltherapie

 

 

 

 

 

Inkontinenz ist das unkontrollierte Abgehen von Urin wobei Hündinen öfter betroffen sind als Rüden.. Die Hündin kann den Harn nicht mehr in der Blase zurückhalten und er tropft unwillkürlich und ungewollt hinaus. Dies geschieht häufig während des Schlafens und ist nicht immer gleich stark.

 

 

Die Ursachen sind vielfältig am häufigsten kommt aber die kastrationsbedingte Inkontinenz vor. Diese kann Monate bis Jahre nach der Kastration auftreten und hängt mit dem Hormonhaushalt der Hündin zusammen.

 

 

Große Hunderassen mit einem Körpergewicht von mehr als 20 Kilogramm neigen besonders zur Harninkontinenz . Das Problem tritt bei über 30% dieser kastrierten Tiere auf. Auch gibt es Rassen die besonders zur Inkontinenz neigen wir z.B. Dobermann, Rottweiler oder Boxer.

 

 

Therapiert wird zumeist medikamentös mit täglichen Verabreichung von z.B. Ephedrin (bewirkt eine Tonussteigerung der glatten Muskulatur des Blasenhalses oder Estriol, ein kurz wirksames Östrogen.

 

 

 

Eine Alternative dazu stellt die Neuraltherapie dar.

 

 

 

Neuraltherapie ist eine Behandlungsmethode welche die verknüpften Eigenschaften des vegetativen Nervensystems nutzt. Durch eine korrekte Einspritzung von kleinen Mengen eines Lokalanästhetikums an bestimmten Stellen am Nervensystem wird die Selbstregulierung stimuliert, so dass die Selbstheilung des Körpers einsetzen kann.

 

 

Im Fall der Inkontinenz stellt die Neuraltherapie eine einfache, effektive und sichere Methode dar, die eine über die Wirkdauer des Lokalanästhetikums hinausreichende, über Monate und Jahre anhaltende Wirkung verspricht.

 

 

 

 

Behandlungsablauf

 

  1. Tiefe Injektion von Lidocain beidseits des Anus der Hündin (Parazervikalblockade).

  2. Behandlung von möglichen Störfeldern (z.B. Kastrationsnarbe oder andere Narben).

  3. Bei erneutem Auftreten der Inkontinenz wird die Behandlung wiederholt. So kann es sein, dass bei lange bestehender Inkontinenz auch mehr als vier Sitzungen nötig sind. In der Regel sind ein bis zwei Behandlungen ausreichend.

 

 

Nebenwirkungen bzw. Erstverschlimmerung

 

  • Vorübergehende, leichte Lähmungserscheinungen der Hintergliedmaßen aufgrund der Anästhesie des in der Nähe liegenden N. ischiadicus (ein bis zwei Stunden),

  • Größere Harnlacken innerhalb der ersten 24 Stunden.